Pressemitteilung – 23.11.2017

“Make Amazon Pay!” – Abschlussaktionen in Berlin und Leipzig

Die Aktionswoche der Kampagne „Make Amazon Pay!“ steht kurz vor ihrem Höhepunkt. Seit Montag gab es in vielen Städten und Standorten Aktionen gegen die Arbeitsbedingungen und aggressive Unternehmenspolitik von Amazon. „In Köln wurde z.B. das Arbeitsamt von Unbekannten dicht gemacht.“ so Maria Reschka, Pressesprecherin der Kampagne. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di streikt seit heute Donnerstag 23. November an den Standortern Rheinberg, Leipzig und Bad Hersfeld. In Piacenza in Italien dann am Black Friday selbst.

Am 24.11., dem sogenannten Black Friday, Amazons-Schnäppchentag, ist es das erklärte Ziel der AktivistInnen das Innenstadtverteilerzentrum am Berliner Kudamm zu blockieren. Sie rufen um 10.00 Uhr dazu auf, zu der angemeldeten Kundgebung am Savignyplatz zu kommen. Auch in Leipzig wird die streikende Belegschaft durch die AktivistInnen unterstützt. Neben dem Besuch werden weitere kreative Proteste am Standort stattfinden. Treffpunkt für den Besuch der kämpfenden Belegschaft am Werk in Leipzig ist um 9.30 am Torgauer Platz.

„Mit kreativen Materialien werden wir in Berlin die Auslieferung zeitweilig unterbrechen. Wir rufen alle, die uns unterstützen wollen, dazu auf, mit uns gemeinsam die Straßen dicht zu machen“, so die Pressesprecherin weiter. Amazon versuche die Proteste bei Presse und Belegschaften zu diffamieren. “Gewalttätig sind aber die krankmachenden Arbeitsbedingungen und entwürdigende Gängelung des Unternehmens.”

Den AktivistInnen geht es mit den Aktionen zum einen darum die betrieblichen Auseinandersetzungen zu unterstützen. Zum anderen wollen sie auch auf Amazons Rolle als Vorreiter eines Produktions- und Konsummodells hinweisen. Mit seiner großen Marktmacht bestimme das Unternehmen Produktionsstandards und Arbeitsbedingungen weit über sein unmittelbares Geschäftsfeld hinaus. Es handele sich bei den Auseinandersetzungen bei Amazon deshalb auch um den Kampf um eine solidarische Zukunft. “Wir streiten auch darum, gemeinsam darüber zu bestimmen, wie wir leben und arbeiten wollen – und diese Entscheidung nicht Amazons CEO Jeff Bezos, dem laut Forbes-List derzeit reichste Mann der Welt, zu überlassen” so Reschka abschließend. Im Zuge der Kampagne konnten zahlreiche Kontakte geknüpft und ein Austausch mit Beschäftigten an verschiedenen Standorten in ganz Europa etabliert werden. Auch im Ausland wird es Solidaritätsaktionen geben. Die AktivistInnen wollen nach dem Black Friday weitermachen.

Für weitere Nachfragen

Presseanfragen: presse@makeamazonpay.org

Pressekontakt Leipzig: 015733280760

Pressekontakt Berlin: 01633343907

Homepage

https://www.makeamazonpay.org

Zentrale Aktionstermine zum Black Friday am 24. November

Berlin 10:00 Savignyplatz

Leipzig 9:30 Torgauer Platz