Der Aktionstag „Kein Award für Ausbeutung, Überwachung & Kontrolle! – Kein Preis für Jeff Bezos““ der Kampagne „Make amazon Pay!“ am 24. April steht unmittelbar bevor. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di streikt seit heute Montag, den 23. April an den Standorten Rheinberg, Werne, Leipzig, Koblenz, Graben und Bad Hersfeld. Die Gewerkschaft kämpft seit Jahren dafür, dass die Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach Tarif im Einzel- und Versandhandel bezahlt werden. Um die Forderung nach einem Traifvertrag zu unterstreichen werden hunderte Amazon Beschäftigte aus Deutschland und Polen nach Berlin kommen, um gegen die Preisverleihung des Springer Konzerns an Jeff Bezos für sein „visionäres Geschäftsmodell“ zu protestieren.

Bereits um 16 Uhr wird die Kampagne „Make amazon Pay“ gemeinsam mit Beschäftigten und weiteren linken Gruppen und der Partei die.Linke sich am Oranienplatz treffen, um zum Springer-Hochhaus zu ziehen. Dort wird das Netzwerk Attac um 17.30 Uhr gegen Amazon als Pionier der Steuervermeidung protestieren und Vorschläge für die Schließung der Steuerschlupflöcher vorstellen. Im Anschluss werden direkt vor dem Springerhochhaus Beschäftigen aus verschiedenen europäischen Amazon-Standorten Jeff Bezos ein „Feeback“ geben. Weitere Überraschungsgäste werden ebenfalls vor Ort das Wort gegen die Preisverleihung ergreifen.

Zu den morgigen Aktionen erklärt Maria Raschke, Pressesprecherin von Make amazon Pay: „Bei Amazon kreuzen sich zentrale Tendenzen des gegenwärtigen Kapitalismus, aber auch des Widerstands gegen sie. Amazons Zukunftsvisionen beeinflussen bereits jetzt unser gesamtes Leben. Vom Datenabschöpfen seiner Kunden, seiner Gewerkschaftsfeindlichkeit bis hin zu den Steuervermeidungsstrategien steht Amazon für ein dystopisches Zukunftsmodell. Umso erfreulicher ist, dass es uns morgen gelingen wird, verschiedene Kritiker dieses Modells gemeinsam auf die Straße zu bringen, um den Kampf der Beschäftigten bei Amazon zu unterstützen.“

Demonstrationsstartpunkt: 16 Uhr Oranienplatz, Berlin

Hauptkundgebung: 18 Uhr, Springerhochhaus, Berlin

Für weitere Nachfragen:

presse@makeamazonpay.org

Tel. 017665081964