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Amazon Tower in Berlin!?

Super Nachrichten im Tagesspiegel! Ein Amazon Hochhaus in Berlin? Geil, nach Arbeiter*innen drangsalieren, keine Steuern zahlen und mit Abschiebehörden zusammenarbeiten jetzt auch noch die Mieten steigen lassen und Menschen vetreiben.

Nicht mit uns. In New York City wurde das geplante Amazon Headquarter durch Kämpfe von unten verhindert. Achtet auf Ankündigungen!

Oder mit den Worten von Bizim Kiez, einer Stadtteilgruppe im Berliner Wrangelkiez:

Zalando mit einem corporate-Viertel in Friedrichshain, Amazon in einem Wolkenkratzer an der Warschauer Brücke und die Lieferando-Zentrale mit 20.000 QM im Cuvry-Campus im Wrangelkiez. Auf beiden Seiten der Spree zwischen Schlesi und Warschauer Str. scheint ein Hotspot der Tech-Konzerne zu entstehen. Während Google noch versuchte, seinen Campus im Umspannwerk als klein und kiezfreundlich zu verkaufen, werden hier die Dimensionen ersichtlich, in denen Big-Tech die Stadtentwicklung beeinflusst.

Dass das Umwälzungen bringt, die in den anliegenden Nachbarschaften bis ganz nach unten reichen, muss eigentlich nicht mehr erklärt werden. Weil mit Raum und Boden spekuliert werden kann, bringt jede Ansiedlung “wertvoller“ Unternehmen erhöhte Preise, die sich die Immo-Wirtschaft mit allen Mitteln der Verdrängung auch bezahlen lässt. Das bedroht bestehende Kleingewerbe- und Wohnmietverhältnisse.

Das beliebte Argument, die Unternehmen brächten Arbeitsplätze, zieht übrigens nicht. Denn nicht alle Arten von Arbeit in der schillernden Tech-Welt werden so gut bezahlt, dass sie die explodierenden Mietpreise in der City decken (man denke z.B. an Reinigungskräfte oder eben die Lieferando-Fahrer*innen). Übrigens – auch darum brauchen wir einen Mietendeckel! Abgesehen davon ist es einfach nur zynisch zu behaupten, dass die Reduktion der Vielfalt der Bewohner*innen in Innenstadtgebieten dadurch wett gemacht wird, dass nun lauter Angestellte von Amazon, Zalando, Google & Co in deren alten Wohnungen wohnen. Die Neoliberalen, die sowas behaupten, zeigen dabei, wie blind sie auf dem sozialen Auge sind.

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